Frage zur Einnahme von Selen

Frage:
Da mein Arzt es ablehnt ein Medikament zur Erhöhung des ft3-Wertes zu verschreiben wollte ich mal versuchen Selen einzunehmen. Ich habe gehört, dass es möglich ist, damit meine Beschwerden zu bessern. Wer von Euch hat Erfahrungen damit und kann mir vielleicht auch die Wirkung von Selen erklären.
Ein schönes Osterfest für Alle
LG Geli
Antwort:

Hallo Geli,
Selen ist ein Spurenelement und an der Synthese einiger wichtiger Enzyme beteiligt, u.a. an einem, dass zur Umwandlung von T4 in T3 benötigt wird (5‘-Dejodinase).
Außerdem ist es ein starker antioxidativer Wirkstoff. Bei MB ist der Stoffwechsel gestört. Freie Radikale (Oxidantien) die als "Abfallprodukte" im Zellstoffwechsel entstehen, haben das Bestreben, Verbindungen einzugehen, die den Zellen und im Zell-Stoffwechsel erheblichen Schaden zufügen können (oxidativer Stress). In einem gesunden Körper stehen i.d. Regel genügend Stoffe bereit, um diese freien Radikalen zu neutralisieren. Im - durch MB oder Hashimoto- stoffwechselgestörten Körper ist das ohne Unterstützung durch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel nicht ausreichend der Fall. Man geht übrigens davon aus, dass die freien Radikalen für die Entstehung der EO mitverantwortlich sind.
Selen ist zur Erhaltung praktisch aller Organfunktionen notwendig. Selen schützt auch gegen die Beschleunigung von Altersvorgängen und Schädigungen des genetischen Apparates. Außerdem verhindert es wahrscheinlich die Krebsentstehung und kontrolliert die Blutblättchenaggregation und damit Bluthochdruck und Gerinnungsvorgänge. Auch schützt Selen vor Katarakten und anderen Augenerkrankungen und durch Diabetes mellitus ausgelösten Retinaschäden.
Selenmangel kann auch zu Haar- und Nagelwuchsstörungen, erhöhter Strahlenempfindlichkeit der Haut, und zur schnelleren Gewebealterung führen.
Selen gibt es als anorganische Verbindungen (Natriumselenit) und als organische (Selenmethionin/hefe). Anorganische Verbindungen werden vom Körper nicht so gut aufgenommen, wie organische. Natriumselenit wird zudem bei gleichzeitiger Einnahme mit Vitamin C sowie anderen Mineralstoffen + Spurenelementen inaktiv und sollte daher immer mit einem mindestens 1-stündigen Abstand zu anderen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Bei einnahme organischer selenverbindungen (z.b. Selenmethiononin) gelten die o.g. Einschränkungen nicht. Außerdem werden organischen Verbindungen i.Allgemeinen besser resorbiert. Üblicherweise wird , Selen morgens eingenommen.
Der Selenspiegel kann im Blut ermittelt werden und sollte im oberen Normbereich liegen.
Da Selen und Vitamin E ein "gutes Team" sind, wäre zu überlegen, auch Vit.E einzunehmen. Hier werden 200 - 400 mg/ Tag empfohlen. Bis zu 800 mg/ Tag gilt Vit. E als sicher. Eine synergistische Beziehung besteht ebenfalls zu Vitamin C. Die von Orthemolekul-Wissenschaftlern empfohlen Dosis beträgt 300-500 mg / Tag. Einige Wissenschaftler sprechen sogar von 1000 mg /Tag.
In einer Studie mit Hashimoto-Patienten wurde darübr hinaus festgestellt, dass eine regelmäßige Einnahme von 200 µg/Tag die Antikörper sinken lässt.
Bei Selen geht man davon aus, dass eine tägliche von Einnahme von 400 µg unschädlich ist.
Die Regeldosis bei MB und Hashimoto beträgt 200 µg.
Selen kann ÜF-Symptome hervorrufen.
Das kann 2 Ursachen haben:
1.Durch Selen wird die Umwandlung von T4 in T3 gefördert. Wenn man über längere Zeit einen eher niedrigen fT3-Wert hatte, hat sich der Körper sozusagen "daran gewöhnt" untertourig zu laufen. Wenn jetzt auf einmal mehr T3 produziert und abgegeben wird, läuft der Stoffwechsel stärker an. In dem Fall sollte man erst einmal mit einer halben oder viertel Tablette(morgens) weitermachen. Wenn man diese Dosis gut verträt, kann man ein paar Tage später versuchen um die Mittagszeit die andere Hälfte/Viertel zu nehmen. Und dann langsam zu steigern.
2.Selen hat sehr starke antioxidative Wirkung. Es wird unter anderem ja auch zur Entgiftung von Schwermetallen (Blei, Amalgam u.s.w.)eingesetzt.
Das heisst, bei es wird ein "Entgiftungsvorgang" eingeleitet. Die Symptome können dann ähnlich denen des Fastens/Entschlackens sein: schlechter Geschmack im Mund, stärkeres Schwitzen mit Veränderung des Schweißgeruchs, Kopfschmerzen u.ä.)
Wie beim Fasten verschwinden die Symptome nach einiger Zeit. Man kann das beschleunigen, indem man viel trinkst. Am Besten jede halbe Stunde ein paar Schlucke heißes Wasser oder ungesüßten Tee.
Da sich aber schlecht sagen lässt, aus welchem der beiden Gründen der Körper so reagieren könnte, sollte dann in jedem Fall erst mal reduziert werden.

Eine sinnvolle Ergänzung zu Selen kann Zink sein. Es ist an der Synthese von über 200 Enzymen beteiligt, hat Einfluss auf das Wachstum der schnell wachsenden Zellen bei Haut, Haar+ Darm, beeinflusst die Synthese sämtlicher Hormone und ist in der Lage, die Zellwände zu schützen.
Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 15-25 mg. Bei den Präparaten sollte man dann auf den "reinen Zinkgehalt" achten, der normalerweise in der Packungsbeilage angegeben ist. Je nach Zinkverbindung entspricht der reine Zinkgehalt eines Präparates 14-20% der angegebenen Verbindung (25 mg Zinkorotat=ca. 3,5 mg reines Zink). Bei Deklarierung "25 mg Zink als Zinkorotat" handelt es sich dann tatsächlich um 25 mg reines Zink.
Prozentualer reiner Zinkgehalt in Zinkverbindungen Zink-DL-aspartat, wasserfrei 19,8 Zink-D-gulconat, wasserfrei 14,3 Zink-D-gluconat 3H2O 12,8 Zinkorotat, wasserfrei 18,6 Zinkorotat 2H2O 16,9 Zinkhistidinat, wasserfrei 17,5 Zinkhistidinat 2H2O 16,2 Zinksulfat 1H2O 36,4 Zinksulfat 7H2O 22,7 Zinkpicolinat, wasserfrei 21,1
Wie bei Selen gibt es anorganische Verbindungen (Zinkoxid, - sulfat), die vom Körper weniger gut aufgenommen werden und organische (Zinkgluconat, - picolinat, - orotat) die wesentlich besser bioverfügbar sind. Zink gilt bis zu 50 mg/Tag als sicher; einige Orthemolekular-Mediziner geben sogar 100 mg an.
Die Regeldosis für MB – und Hashimoto-Patieten ligt bei 15-25 mg
Zink sollte man Abends nehmen, weil es dann von seiner Funktion ofenbar am Besten zu den Sproffwechselprozessen zu dieser Zeit passt. Zink weist synergistische Beziehungen zu Vitamin A, bzw. Beta-Carotin auf. Es macht deshalb Sinn, es mit Karotten- oder Gemüsesaft einzunehmen, dem man etwas Öl beigemischt hat. So bekommt man zu dem Zink noch die wichtigen, fettlöslichen Beta-Carotinoide (Vorstufe von Vitamin A, aus der der Körper Vit.A "selbst bauen" kann) mit.
Am Besten man besorgt sich erst einmal 100 µg Selen-Tabletten,bzw. 50 mg Zinktabletten, die man eventuell teilt, um die individuelle Dosis zu finden. Außerdem kann man auch mal den Zinkgeschmackstest machen.
www.hashimotothyreoiditis.de/cgi-bin/ht-forum.exe?VIEWID=407199167
Theoretisch ist die gleichzeitige Einnahme von Zink und Selen möglich, aber es kann u.U. zu Resorbtionsstörungen kommen. Dieser Fall tritt ein, wenn es sich um anorganische Verbindungen wie Zinksulfat und Natriumselenit o.a. handelt. Beide verbinden sich zu Zinkselenit, wobei der Selenanteil inaktiv wird. Bei gleichzeitiger Einnahme organisch gebundenen Zinks- und Selens wie Zinkgluconat, -picolinat, mit Selenmethionin u.a. kommt es nicht zu einer entsprechenden Verbindung und damit auch nicht zu Resorbtionsstörungen.
Bei regelmäßiger Zink-Einnahme, sollte ab und zu der Eisen- und Kupferspiegel überprüft werden.
Anbei ein paar Adressen, bei denen es günstige und qualitativ hochwertige Produkte gibt.
www.podomedi.com
www.vanverde.de
www.wanke.de
www.supplementa.com
Tschüs + schöne Ostertage, Birgit
Antwort:

>Hallo Geli,
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>Selen ist ein Spurenelement und an der Synthese einiger wichtiger Enzyme beteiligt, u.a. an einem, dass zur Umwandlung von T4 in T3 benötigt wird (5‘-Dejodinase).
>Außerdem ist es ein starker antioxidativer Wirkstoff. Bei MB ist der Stoffwechsel gestört. Freie Radikale (Oxidantien) die als "Abfallprodukte" im Zellstoffwechsel entstehen, haben das Bestreben, Verbindungen einzugehen, die den Zellen und im Zell-Stoffwechsel erheblichen Schaden zufügen können (oxidativer Stress). In einem gesunden Körper stehen i.d. Regel genügend Stoffe bereit, um diese freien Radikalen zu neutralisieren. Im - durch MB oder Hashimoto- stoffwechselgestörten Körper ist das ohne Unterstützung durch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel nicht ausreichend der Fall. Man geht übrigens davon aus, dass die freien Radikalen für die Entstehung der EO mitverantwortlich sind.
>Selen ist zur Erhaltung praktisch aller Organfunktionen notwendig. Selen schützt auch gegen die Beschleunigung von Altersvorgängen und Schädigungen des genetischen Apparates. Außerdem verhindert es wahrscheinlich die Krebsentstehung und kontrolliert die Blutblättchenaggregation und damit Bluthochdruck und Gerinnungsvorgänge. Auch schützt Selen vor Katarakten und anderen Augenerkrankungen und durch Diabetes mellitus ausgelösten Retinaschäden.
>Selenmangel kann auch zu Haar- und Nagelwuchsstörungen, erhöhter Strahlenempfindlichkeit der Haut, und zur schnelleren Gewebealterung führen.
>Selen gibt es als anorganische Verbindungen (Natriumselenit) und als organische (Selenmethionin/hefe). Anorganische Verbindungen werden vom Körper nicht so gut aufgenommen, wie organische. Natriumselenit wird zudem bei gleichzeitiger Einnahme mit Vitamin C sowie anderen Mineralstoffen + Spurenelementen inaktiv und sollte daher immer mit einem mindestens 1-stündigen Abstand zu anderen Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln eingenommen werden. Bei einnahme organischer selenverbindungen (z.b. Selenmethiononin) gelten die o.g. Einschränkungen nicht. Außerdem werden organischen Verbindungen i.Allgemeinen besser resorbiert. Üblicherweise wird , Selen morgens eingenommen.
>Der Selenspiegel kann im Blut ermittelt werden und sollte im oberen Normbereich liegen.
>Da Selen und Vitamin E ein "gutes Team" sind, wäre zu überlegen, auch Vit.E einzunehmen. Hier werden 200 - 400 mg/ Tag empfohlen. Bis zu 800 mg/ Tag gilt Vit. E als sicher. Eine synergistische Beziehung besteht ebenfalls zu Vitamin C. Die von Orthemolekul-Wissenschaftlern empfohlen Dosis beträgt 300-500 mg / Tag. Einige Wissenschaftler sprechen sogar von 1000 mg /Tag.
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>In einer Studie mit Hashimoto-Patienten wurde darübr hinaus festgestellt, dass eine regelmäßige Einnahme von 200 µg/Tag die Antikörper sinken lässt.
>Bei Selen geht man davon aus, dass eine tägliche von Einnahme von 400 µg unschädlich ist.
>Die Regeldosis bei MB und Hashimoto beträgt 200 µg.
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>Selen kann ÜF-Symptome hervorrufen.
>Das kann 2 Ursachen haben:
>1.Durch Selen wird die Umwandlung von T4 in T3 gefördert. Wenn man über längere Zeit einen eher niedrigen fT3-Wert hatte, hat sich der Körper sozusagen "daran gewöhnt" untertourig zu laufen. Wenn jetzt auf einmal mehr T3 produziert und abgegeben wird, läuft der Stoffwechsel stärker an. In dem Fall sollte man erst einmal mit einer halben oder viertel Tablette(morgens) weitermachen. Wenn man diese Dosis gut verträt, kann man ein paar Tage später versuchen um die Mittagszeit die andere Hälfte/Viertel zu nehmen. Und dann langsam zu steigern.
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>2.Selen hat sehr starke antioxidative Wirkung. Es wird unter anderem ja auch zur Entgiftung von Schwermetallen (Blei, Amalgam u.s.w.)eingesetzt.
>Das heisst, bei es wird ein "Entgiftungsvorgang" eingeleitet. Die Symptome können dann ähnlich denen des Fastens/Entschlackens sein: schlechter Geschmack im Mund, stärkeres Schwitzen mit Veränderung des Schweißgeruchs, Kopfschmerzen u.ä.)
>Wie beim Fasten verschwinden die Symptome nach einiger Zeit. Man kann das beschleunigen, indem man viel trinkst. Am Besten jede halbe Stunde ein paar Schlucke heißes Wasser oder ungesüßten Tee.
>Da sich aber schlecht sagen lässt, aus welchem der beiden Gründen der Körper so reagieren könnte, sollte dann in jedem Fall erst mal reduziert werden.
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>Eine sinnvolle Ergänzung zu Selen kann Zink sein. Es ist an der Synthese von über 200 Enzymen beteiligt, hat Einfluss auf das Wachstum der schnell wachsenden Zellen bei Haut, Haar+ Darm, beeinflusst die Synthese sämtlicher Hormone und ist in der Lage, die Zellwände zu schützen.
>Empfohlen wird eine tägliche Einnahme von 15-25 mg. Bei den Präparaten sollte man dann auf den "reinen Zinkgehalt" achten, der normalerweise in der Packungsbeilage angegeben ist. Je nach Zinkverbindung entspricht der reine Zinkgehalt eines Präparates 14-20% der angegebenen Verbindung (25 mg Zinkorotat=ca. 3,5 mg reines Zink). Bei Deklarierung "25 mg Zink als Zinkorotat" handelt es sich dann tatsächlich um 25 mg reines Zink.
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>Prozentualer reiner Zinkgehalt in Zinkverbindungen Zink-DL-aspartat, wasserfrei 19,8 Zink-D-gulconat, wasserfrei 14,3 Zink-D-gluconat 3H2O 12,8 Zinkorotat, wasserfrei 18,6 Zinkorotat 2H2O 16,9 Zinkhistidinat, wasserfrei 17,5 Zinkhistidinat 2H2O 16,2 Zinksulfat 1H2O 36,4 Zinksulfat 7H2O 22,7 Zinkpicolinat, wasserfrei 21,1
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>Wie bei Selen gibt es anorganische Verbindungen (Zinkoxid, - sulfat), die vom Körper weniger gut aufgenommen werden und organische (Zinkgluconat, - picolinat, - orotat) die wesentlich besser bioverfügbar sind. Zink gilt bis zu 50 mg/Tag als sicher; einige Orthemolekular-Mediziner geben sogar 100 mg an.
>Die Regeldosis für MB – und Hashimoto-Patieten ligt bei 15-25 mg
>Zink sollte man Abends nehmen, weil es dann von seiner Funktion ofenbar am Besten zu den Sproffwechselprozessen zu dieser Zeit passt. Zink weist synergistische Beziehungen zu Vitamin A, bzw. Beta-Carotin auf. Es macht deshalb Sinn, es mit Karotten- oder Gemüsesaft einzunehmen, dem man etwas Öl beigemischt hat. So bekommt man zu dem Zink noch die wichtigen, fettlöslichen Beta-Carotinoide (Vorstufe von Vitamin A, aus der der Körper Vit.A "selbst bauen" kann) mit.
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>Am Besten man besorgt sich erst einmal 100 µg Selen-Tabletten,bzw. 50 mg Zinktabletten, die man eventuell teilt, um die individuelle Dosis zu finden. Außerdem kann man auch mal den Zinkgeschmackstest machen.
>
>www.hashimotothyreoiditis.de/cgi-bin/ht-forum.exe?VIEWID=407199167
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>Theoretisch ist die gleichzeitige Einnahme von Zink und Selen möglich, aber es kann u.U. zu Resorbtionsstörungen kommen. Dieser Fall tritt ein, wenn es sich um anorganische Verbindungen wie Zinksulfat und Natriumselenit o.a. handelt. Beide verbinden sich zu Zinkselenit, wobei der Selenanteil inaktiv wird. Bei gleichzeitiger Einnahme organisch gebundenen Zinks- und Selens wie Zinkgluconat, -picolinat, mit Selenmethionin u.a. kommt es nicht zu einer entsprechenden Verbindung und damit auch nicht zu Resorbtionsstörungen.
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>Bei regelmäßiger Zink-Einnahme, sollte ab und zu der Eisen- und Kupferspiegel überprüft werden.
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>Anbei ein paar Adressen, bei denen es günstige und qualitativ hochwertige Produkte gibt.
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>www.podomedi.com
>www.vanverde.de
>www.wanke.de
>www.supplementa.com
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>Tschüs + schöne Ostertage, Birgit
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Hallo Birgit,
herzlichen Dank für eine so ausführliche Antwort. Ich werde die Osterfeiertage
dazu nutzen, um mich damit auseinanderzusetzen. Vielleicht kann mir das ja weiterhelfen.
Einen herlichen Gruß und nette Osterfeiertage
Geli
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